Forum der sozialen Unternehmerinnen: „Wir verändern die Welt“

Vom 12. bis 13. Dezember 2020 wird Minsker Internationales Bildungs- und Begegnungswerk „Johannes Rau“ (IBB Minsk) Gastgeber des Forums belarussischer, deutscher und russischer Frauen sein, die in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens – Bildung, Kultur, Kunst, gesunde Lebensweise, Hilfe für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Schutz der Bürgerrechte, Umwelt – ein eigenes Unternehmen oder eine gemeinnützige Organisation führen. Die Veranstaltung ist die letzte Phase des gleichnamigen Projekts, das im Mai dieses Jahres ins Leben gerufen wurde, um Ideen für gemeinsame internationale Projekte zu entwickeln. Aufgrund der schwierigen epidemiologischen Situation wird nicht jeder zum Forum nach Minsk kommen können, daher werden Kommunikation und Präsentationen auch online stattfinden.

Das Forumsprogramm ist in mehrere Blöcke unterteilt. Im ersten Teil, „Wie ich eine Frau werde, die die Welt verändert“, werden einige der im Rahmen des Projekts entwickelten Ideen vorgestellt. Keya Choudhury (Berlin), Svetlana Romanenko (Minsk), Nadezhda Deryabina (Uljanowsk) und Oxana Bernatskaya (Minsk) werden, zum Beispiel, über die Einzelheiten der Organisation von der Internationalen Online-Akademie „Dritter Ort“ berichten. Beatrice Fritsch (Berlin) und Alisa Badianova (Nischni Nowgorod) präsentieren ein Projekt zur Schaffung von Perspektiven, Wohnraum, pädagogischer und therapeutischer Unterstützung für Menschen mit Autismus in Russland. Olga Dunaevskaya (Moskau), Anna Leonenko und Regina Dantciger (Berlin) werden über ein internationales Projekt zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt sprechen.

Der zweite Block des Forums ist den erfolgreichen Fällen von Sozialunternehmerinnen gewidmet. Das Sozialprojekt „Glasnaya“, das auf die Bekämpfung von Stereotypen über Frauen abzielt, wird von seiner Schöpferin Julia Shchastlivtseva (Moskau) vorgestellt. Die belarussische Käseherstellerin Tatiana Skurat wird darüber sprechen, wie man nach vierzig Jahren ein Unternehmen gründet. Olga Dunaevskaya und Galina Zosimenko aus Russland werden in ihrem Bericht „Business, Bildung, Online-Kommunikation. Herausforderungen der neuen Ära“ die Geheimnisse der Arbeit im Netz teilen.

Im dritten Block werden sich Sozialunternehmerinnen auch mit Themen befassen, die für das soziale Unternehmertum relevant sind, z.B. wie Mittel für die Umsetzung sozial nützlicher Projekte gefunden werden können. Es sind Meisterklassen und ein Business-Spiel geplant. Anna Leonenko, Spezialistin für die Schaffung und Durchführung internationaler gemeinnütziger Projekte, wird zusammen mit Nadezhda Deryabina eine praktische Lektion zum Thema „Finanzierung gemeinnütziger Projekte und Arbeit mit Zuschüssen“ organisieren. Die Spielpraktikerin im Bereich Finanz- und Geschäftsspiele Alyona Yaskevich (Minsk) wird ein psychologisches Rollenspiel „Geschäftssituation“ durchführen. Es wird auch einen Block „Nützliche Informationen“ mit Berichten zu rechtlichen und steuerlichen Fragen sowie praktischen Ratschlägen zur Werbung von bekannten belarussischen Experten geben.

Die Teilnahme am Forum ist kostenlos. Die Registrierung erfolgt auf der Webseite https://womensocialforum.com. Im Antragsformular soll angegeben werden, ob Sie zum Forum kommen (die Anzahl der Teilnehmer ist auf 60 Personen begrenzt) oder ob Sie online teilnehmen werden. Diejenigen, die in einem Hotel bei Minsker IBB-Zentrum übernachten möchten, können unter https://ibb.by/hotel ein eigenes Zimmer buchen.

Das Forum findet im Rahmen des Deutschlandjahr in Russland 2020/21 statt.

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Projektorganisatoren: Mediaost Events und Kommunikation GmbH (Berlin), Werkstatt für unternehmerische Fähigkeiten und effektive Praktiken der nachhaltigen Regionalentwicklung (Minsk) und das Ressourcenzentrum für soziale Initiativen (Moskau). Das Projekt wird unterstützt durch das Auswärtige Amt im Rahmen des Programms „Östliche Partnerschaft und Russland“.

Das im Mai dieses Jahres begonnene internationale Projekt, „Forum der sozialen Unternehmerinnen“ hat als Ziel, die Zusammenarbeit von Sozialunternehmerinnen aus Belarus, Deutschland und Russland zu fördern. Das Projekt wird von der Mediaost Events und Kommunikation GmbH (Berlin), dem „Werkstatt für unternehmerische Fähigkeiten und effektive Praktiken der nachhaltigen Regionalentwicklung“ (Minsk) und dem „Ressourcenzentrum für soziale Initiativen“ (Moskau) organisiert und bei der Unterstützung des Auswärtigen Amtes im Rahmen des ÖPR-Programms durchgeführt. Vom 16. bis 20. Oktober fand in Minsk ein Arbeitstreffen belarussischer, deutscher und russischer Frauen statt, um mit potenziellen Partnerinnen Erfahrungen auszutauschen, Geschäftsbeziehungen aufzubauen und Ideen für gemeinsame Projekte zu entwickeln. Die Ideen werden auf dem „Forum der sozialen Unternehmerinnen“vorgestellt, das vom 12. bis 13. Dezember in Minsk stattfindet. Am Projekt nehmen 20 Frauen Frauen aus drei Länder, die ein eigenes Unternehmen oder eine gemeinnützige Organisation in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens haben: Kommunikation, Bildung, Kultur, Kunst, gesunde Lebensweise, Arbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Schutz der Bürgerrechte und der Umwelt.  

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